KI-Überwachung versagt bei Onlineprüfung der UNAM Uni
unaminternacional ▾ ▾ Die Universität UNAM verzeichnete bei ihrem ersten digitalen Zulassungstest extrem hohe Punktzahlen trotz KI-gestützter Fernüberwachung. Aufgrund dieser ungewöhnlichen statistischen Ausreißer müssen nun knapp 58.000 Bewerber zu einer obligatorischen Kontrollprüfung in Präsenz antreten. Der Vorfall verdeutlicht die technischen Grenzen von automatisierten Kontrollsystemen, die externe Hilfsmittel außerhalb des Kamerabereichs kaum verlässlich erkennen können.
UNAM – Comunicado sobre acciones legales El Economista – Los resultados de la UNAM ponen a prueba la vigilancia de su examen virtual Crónica – ¿Qué es lo que la Comisión Técnica detectó en resultados del examen UNAM y por qué propone examen presencial? Die Universität UNAM hat ihren ersten rein digitalen Zulassungstest für rund 158.000 Bewerber durchgeführt. Wegen statistischer Auffälligkeiten trotz technischer KI-Überwachung müssen nun knapp 58.000 Personen zu einer zusätzlichen Präsenzprüfung antreten.
Statistische Ausreißer Der Auswahlprozess für die Bachelorstudiengänge lief in diesem Jahr vollständig über eine internetbasierte Plattform ab. Die technische Aufsicht kombinierte einen gesicherten Browser, Kamera- und Mikrofonüberwachung sowie KI-basierte Warnhinweise für auffällige Verhaltensmuster. Die Auswertung offenbarte ungewöhnliche Ausschläge.
Der Anteil der Bewerber mit mindestens 100 von 120 richtigen Antworten stieg von durchschnittlich 3,5 Prozent in den Vorjahren auf 16,3 Prozent. Bei 110 oder mehr richtigen Antworten wuchs der Anteil von 0,9 auf 5,5 Prozent. Die technische Kommission der UNAM ordnete wegen dieser Daten eine zusätzliche Überprüfung an.
Sie betonte jedoch, dass die Statistik keine individuelle Betrugsschuld belege. Anzeige Eingeschränkte Fernüberwachung Bereits während der Tests hatte die Universität 1.117 Prüfungsversuche blockiert. Später annullierte sie rund zwei Prozent aller Verfahren wegen Verstößen gegen die Regeln.
Anfang Juli erstattete die Hochschule Strafanzeige gegen Personen und Firmen, die betrügerische Hilfeleistungen für die Prüfung verkauft haben sollen. KI-Systeme liefern bei der Fernaufsicht Hinweise aus Video, Ton und Bildschirmverhalten. Sie können externe Hilfsmittel oder Personen außerhalb des Kamerabereichs jedoch nicht zuverlässig ausschließen.
Die betroffenen 58.000 Personen müssen nun einen beaufsichtigten Präsenztest absolvieren. Die endgültige Vergabe der Studienplätze stützt sich auf dessen Ergebnisse.