Apple verklagt OpenAI und blamiert sich
OpenAI wehrt sich mit internen Dokumenten gegen eine Klage von Apple wegen Datendiebstahl. Die veröffentlichten E-Mails zeigen peinliche Verwechslungen bei den Anwälten des iPhone-Konzerns. Zudem belegen Chatverläufe, dass Apple-Angestellte ihre ehemaligen Kollegen sogar aktiv um Hilfe baten.
Das KI-Unternehmen führt die Vorwürfe auf ein unzureichendes Rechtemanagement bei Apple zurück. OpenAI: Apple is getting this wrong OpenAI wehrt sich mit internen Dokumenten gegen die jüngste Klage von Apple. Mit veröffentlichten Chatverläufen und E-Mails will OpenAI beweisen, dass die Vorwürfe zum Datendiebstahl auf Fehlern und Apples eigenem mangelhaftem Rechtemanagement basieren.
Peinliche Verwechslung vor der Klage Im Juli verklagte Apple OpenAI und warf ehemaligen Mitarbeitern vor, systematisch Hardware-Geheimnisse entwendet zu haben. OpenAI veröffentlichte nun eine Gegendarstellung mit dem Titel »Apple is getting this wrong«. Darin belegt OpenAI, dass Apple vor der Klage intern kaum nach Klärung suchte.
Apple hatte behauptet, OpenAI habe im Februar 2026 auf Kontaktversuche nicht reagiert. Laut den nun veröffentlichten E-Mails kontaktierte Apples externer Anwalt Gabriel Gross jedoch zunächst die falsche Person. Er hatte schlicht zwei asiatische Nachnamen verwechselt.
Gross behauptete fälschlicherweise, er habe mit dem Chefjuristen von OpenAI telefoniert. Nachdem Che Chang den Fehler aufdeckte, räumte der Anwalt die Verwechslung ein. Apple kündigte an, die Angelegenheit zu klären, reichte aber nach fünf Monaten Funkstille überraschend Klage ein.
Anzeige Hilfe für Ex-Kollegen statt Datendiebstahl Ein zentraler Vorwurf von Apple richtet sich gegen den Entwickler Chang Liu. Er soll nach seinem Weggang im Januar 2026 unrechtmäßig auf vertrauliche Dokumente zugegriffen haben. OpenAI kontert dies nun mit privaten iMessage-Verläufen. + Quelle: OpenAI - kleiner Auszug Laut den Protokollen baten Apple-Angestellte Liu mehrfach um Hilfe bei der Suche nach bestimmten Dateien für ihre eigene Arbeit.
Dass Ex-Mitarbeiter überhaupt noch Zugriff auf interne Dokumente haben, führt OpenAI auf Apple selbst zurück. Apple entziehe die Systemzugriffe beim Ausscheiden von Personal fehlerhaft. Auch die Vorwürfe gegen den ehemaligen Apple-Manager Tang Tan weist OpenAI zurück.
Apple wirft ihm vor, Geschäftsgeheimnisse nutzen zu wollen. Laut OpenAI hat Tan seinem neuen Team jedoch strikt verboten, vertrauliche Informationen anderer Firmen zu verwenden. OpenAI bezeichnet Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung als überflüssig.
OpenAI besitze keine fremden Geschäftsgeheimnisse und konzentriere sich stattdessen auf die Entwicklung eigener Produkte.